Kapselmaschinen im Blog

Aus gegebenem Anlass (eine Kaffeeunverträglichkeit in der Familie) waren wir gezwungen, unsere noch sehr gute Padmaschine WMF 10 zu verkaufen und durch eine Espressomaschine zu ersetzen. Die WMF macht guten Kaffee und auch ordentlichen Milchschaum. Vor allem wegen des Mülls bei Kapselmaschinen hatten wir uns damals für eine Padmaschine entschieden. Außerdem bekommt man auch viele Sorten fair gehandelten und Biokaffee.
Aber nun musste es ja Espresso sein.
Damit ist auch schon der wesentliche Unterschied genannt: Padmaschinen und auch die Tassimo-Maschinen arbeiten mit relativ geringem Druck und machen eben eher normalen Kaffee und keinen Espresso.
Mit höherem Druck arbeiten Tchibo Cafissimo (15 bar), Nescafé Dolce Gusto (15 bar) und das Clooney-System Nespresso (19 bar). Da wir zuhause nur wenig Kaffee trinken, waren uns die Kosten für die Kapseln relativ egal und das Müllproblem… naja, so isses halt. Siebträgermaschine mit Kaffeemühle und dem ganzen Gedöns war uns zu viel Aufwand. Bei Nespresso gefielen uns optisch die Maschinen und technisch der hohe Betriebsdruck am besten. Wir haben uns also für eine De Longhi Pixie mit separatem Milchaufschäumer entschieden. Die Nespresso-Kapseln sind – im Gegensatz zu den anderen Systemen mit hohem Druck – nur aus Aluminium und über den gelben Sack zu recyceln. Auch wenn man nie so genau weiß, was tatsächlich damit passiert, was will man machen? Man kann sich für ca. 25€ ne Outpresso-Zange kaufen und damit Alukapseln vom Espressorest trennen. Oder bei REWE diese Biokapseln aus nachwachsenden Rohstoffen kaufen. Diese sollen aber in der Maschine nicht gut funktionieren und auch der Espresso soll eher mäßig schmecken. Haben wir aber beides noch nicht probiert.
Die Maschine ist wirklich sehr klein, heizt schnell auf und der Espresso oder auch der Lungo (mit mehr Wasser) schmeckt ausgezeichnet umd eine prima Crema. Der Milchschaum ist, wenn man die richtige Milch verwendet, ebenfalls ausgezeichnet und der Aufschäumer schnell zu reinigen. Die ca. 20 Sorten „Grand Crus“ (bei Nespresso heißt das nicht mehr schlicht Kaffee) sind zwar teilweise sehr unterschiedlich aber fast alle sehr gut.
Also für Wenigtrinker, die Espresso bevorzugen und das Rohstoff- und Müllproblem ignorieren können eine echte Empfehlung.

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3 Antworten zu “Kapselmaschinen im Blog

  1. Shame on you!Gerade Aluminium (Kapselmaterial) ist ausgerechnet der Rohstoff, der bei seiner Produktion extrem hohe Stromkosten verursacht. Und beim Recycling dann noch mal…Da kann man ja gleich kleine Flauschküken vor das fahrende Auto schmeißen! Mal schaun was der Waldi-Vorstand, dazu sagt!;-)))

  2. Vorab danke für die Entscheidungshilfe :)(Aus der Umweltdiskussion halte ich mich mal gepflegt raus.)Was kostet denn eine Kapsel, also ein Kaffee, im Schnitt?

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